Dienstag, 20. August 2013

Moringa oleifera - der "Wunderbaum"




Moringa - Der Baum

Moringa Oleifera – der „öltragende“ Moringa-Baum ist eine ursprünglich aus Indien – vom Fuß des Himalaya – stammende Pflanze. Schon vor 5000 Jahren wurde in den alten Veden über diesen Baum berichtet und im Ayurveda heisst es, dass Moringa über 300 Krankheiten heilen könne.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Pflanze über die tropischen und subtropischen Regionen der Erde verteilt, wo sie inzwischen in vielen Ländern kultiviert wird. Mittlerweile sind 13 Arten von Moringa bekannt. Die bekannteste Art – um die es hier gehen soll – ist jedoch Moringa oleifera, auch Meerrettichbaum oder drumstick tree.

Der Moringa-Baum wächst bis zu 30 cm im Monat und kann in einem Jahr eine Höhe von bis zu 4 Metern erreichen (ausgewachsen 7-12 m). In den Herkunftsländern dient er seit mehreren tausend Jahren als Nahrung, Medizin (Ayurveda, Siddha) und Energiequelle. Alle Teile des Baumes sind dabei von Nutzen:  

- Die Blätter in frischer oder getrockneter Form als Nahrungsmittel
- Die Blüten als Gewürz, für die Bienenzucht, und in der Medizin
- Die Früchte als Nahrungsmittel
- Die Samen als Nahrungsmittel, für die Ölgewinnung, die Wasserreinigung,  
  und neue Pflanzungen
- Die Rinde in der Medizin, für die Seil- und Papierherstellung
- Die Wurzeln als Nahrungsmittel und in der Medizin
- Die ganze Pflanze als Tierfutter und als Biomasse für alternative Energie
- Die „Abfallprodukte“ zur Bodenverbesserung, als Biodünger, und als Tierfutter

Seit mehr als 20 Jahren werden in zahlreichen Forschungsprojekten die vielen Vorteile des Moringa-Baums für Mensch, Tier und Pflanze wissenschaftlich untersucht und bestätigt.

Moringa - Nahrungs- und Energie-Quelle des 21. Jahrhunderts

Heutzutage – in einer Zeit, in der die meisten Nahrungsmittel durch die Bedingungen ihrer Herstellung, ihrer Lagerung und ihres Transports kaum mehr als „Lebensmittel“ bezeichnet werden können und viele Menschen daher, trotz allen Überflusses, an Mangelerscheinungen leiden – sind Gemüsesorten und Früchte mit einem sehr hohen Anteil an lebenswichtigen Inhaltsstoffen besonders bekannt und beliebt. Kaum jemand meint zudem, ohne Nahrungsergänzungsmittel  auskommen und seine Gesundheit langfristig erhalten zu können. Dafür werden weltweit jährlich Milliarden von Euro ausgegeben. Alle diese Mittel haben eines gemeinsam: sie werden, wenn auch aus natürlichen Quellen, so doch von Menschenhand und mit Menschenverstand künstlich zusammengestellt.

Der Moringa-Baum nun enthält so viel Vitamin A, B, C und E, Mine-ralstoffe, Eiweiß, Aminosäuren, Spurenelemente, Pflanzenbegleitstoffe und Chlorophyll, wie keine andere Gemüse- oder Obstsorte und ist überdies ein reines und vollständiges Geschenk der Natur. Er wird daher nicht von ungefähr als  „Wunderbaum“ bezeichnet.

100 Gramm Blätter des Moringa enthalten 4-mal mehr Vitamin A wie Karotten, 7-mal mehr Vitamin C als Orangen, 4-mal mehr Kalzium als Milch, genauso viel Eiweiß wie Eier, 3-mal mehr Kalium als Bananen und doppelt so viele Proteine wie Soja. In den Blättern sind 18 der 20 bekannten Aminosäuren nachzuweisen. 11 davon sind für den Menschen essentiell und unentbehrlich.

Moringa enthält außerdem viele Antioxidantien, und zwar in Kombination mit anderen, für deren Verwertung wesentlichen Stoffen. Die Blätter des Baumes enthalten alle wichtigen Nährstoffe, die der Körper zeitlebens braucht.

In den ärmsten Regionen der Welt, in denen zahlreiche Menschen – aus anderen Gründen als im westlichen Kulturkreis – unterernährt sind, werden Moringabäume heute häufig in der Nähe medizinischer Stationen angepflanzt um Babys, Kinder, Schwangere und Stillende mit dieser wertvollen Nahrungsquelle zu versorgen

Für VegetarierInnen ist Moringa eine wertvolle Eiweißquelle.

Bei täglicher Einnahme – die dazu noch besonders schmackhaft ist – erhält der menschliche Körper alles an Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und Aminosäuren, was er braucht. Durch den hohen Anteil an Proteinen ist Moringa auch ein natürliches, hochwertiges pflanzliches Östrogen, das ohne jegliche Nebenwirkung in den Wechseljahren eingesetzt werden kann.

Moringa enthält zudem den erst vor kurzem neu entdeckten Botenstoff Zeatin. Dieser sorgt dafür, dass die wertvollen Vitalstoffe des Moringa-Baumes auch durch den Körper aufgenommen werden.

Neben Zeatin sind in Moringa noch andere Prozesse wirksam, die man wissenschenschaftlich noch nicht erklären konnte. So hat man festgestellt, dass bei unterernährten Menschen nach 10 Tagen eine erstaunliche und unerklärliche Verbesserung des körperlichen Zustandes auftritt, die man mit einer gesunden westlichen Ernährung erst nach einem halben Jahr erreicht.

Auch in der Tierforschung weiß man inzwischen, dass die Vitamine, Proteine und sonstigen Nährstoffe von Moringa in erheblichen Mengen durch Tiere aufgenommen und verwertet werden.

Moringa enthält fast nichts, das nicht für den Körper verwertbar ist und kann daher mit Fug und Recht als „Bio-Kraftwerk“ bezeichnet werden.

Moringa – Nährwert

Die Kombination und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe des Moringa-Baums ist sehr konzentriert und ausgewogen. So enthalten Moringa-Produkte, wie bereits erwähnt, neben zahlreichen wirksamen sekundären Pflanzenbegleitstoffen folgende Nährstoffe:
 2x so viel Proteine wie Soja
7x so viel Vitamin C wie Orangen
4x so viel Vitamin A wie Karotten
4x so viel Kalzium wie Milch
3x so viel Kalium wie Bananen

enthält Moringa sehr große Mengen an natürlichem Chlorophyll (grüner Pflanzenfarbstoff) und einen sehr hohen Anteil an ungesättigten, natürlichen Fettsäuren (Omega 3, 6 und 9), die die Abwehrkräfte wirksam unterstützen können. Dazu kommen noch die 

Moringa – Aminosäuren
Aminosäuren sind die wichtigsten Bausteine unseres Körpers. Sie sind die Eiweißbausteine, aus denen der Körper von Mensch, Tier oder Pflanze aufgebaut wird. Außerdem werden sie zur Bildung von Botenstoffen, Muskeln, Hormonen, Enzymen u.a.m. gebraucht und sind für eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen, für die Abwehr metabolischer Syndrome (Entzündungen) und Allergien unverzichtbar.

Fehlt in unserer täglichen Nahrung eine bestimmte natürliche Aminosäure, so nimmt auch die Verfügbarkeit der anderen Aminosäuren ab. Acht dieser natürlichen Aminosäuren können bis heute nicht künstlich hergestellt und nur über die Nahrung aufgenommen werden. Bei diesen sogenannten „essentiellen“ (= lebensnotwendigen) Aminosäuren handelt es sich um Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin. Diese

°  unterstützen die Abwehrkräfte und das Knochenwachstum
°  regulieren den Stoffwechsel (z.B. den von Fett), den Blutdruck und
    die Blutfettwerte
°  beinflussen die Aktivität von Neurotransmittern wie Serotonin oder
    Dopamin („Glückshormon“) und damit Stimmungsschwankungen
°  schützen Haut, Haare, Nägel und stärken das Bindegewebe
°  stärken Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung
°  vermindern Hungergefühle, Stress, Krämpfe und Schlafstörungen
°  beugen Augenkrankheiten vor und fördern die Herzmuskelleistung

Dazu kommen 12 „nicht essentielle“ und vom Körper selbst produzierbare Aminosäuren, wofür allerdings optimale Stoffwechselbedingungen vorherrschen müssen, d.h. ein reines, lebendiges Nahrungsangebot, kein Stress, frisches, vitales Trinkwasser, ausreichend Bewegung an der frischen Luft, genügend Schlaf … Bedingungen, die heute kaum jemand einhalten kann.

Die nicht essentiellen Aminosäuren sind u.a. verantwortlich für:

            °  die Regulierung des Blutzuckerspiegels
            °  die Stabilität des Immunsystems
            °  die Vitalität und Libido
            °  den Abbau von Nährstoffen
            °  den Substanzerhalt und –aufbau des Organismus
            °  die Neubildung von Hautzellen
            °  den Schutz vor degenerativen Erkrankungen
            °  die Bekämpfung freier Radikaler, das Ausscheiden von
    Schwermetallen
            °  die Stärkung des Gedächtnisses
            °  das gesunde Wachstum von Kindern
            °  die positive Beeinflussung von Anämie, Arthritis, und allen Arten
    von Gelenksproblemen
°  die normale Funktion bzw. Regeneration des Herzmuskels
°  gesunde Arterien
°  positive Gestimmtheit und geistige Funktionstüchtigkeit
°  die Regulierung des Säuren-Basen-Haushalts

Wegen der grundlegenden Bedeutung der Aminosäuren wird allgemein empfohlen, diese dem Organismus, wenn nicht mit der Nahrung, so mittels natürlicher Nahrungsergänzungen zuzuführen. Der Moringa-Baum liefert nachgewiesenermaßen 18 von 20 bekannten Aminosäuren, davon alle essentiellen, in natürlicher Ausgewogenheit, wodurch die Wirkung viel umfassender ist als bei synthetisch zusammengesetzten und produzierten Mitteln.

Moringa – Antioxidantien und Anti-Inflammatorien
Freie Radikale sind hochreaktive Sauerstoffverbindungen (aggressive Moleküle), die bei fast allen Stoffwechselvorgängen gebildet werden. Sie sind für den Köper sehr schädlich und werden mit der Entstehung vieler Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Eine vermehrte Bildung von freien Radikalen erfolgt durch Stress, Ozon, UV-Strahlung, einseitige Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum, aber auch extremen, nur am Wochenende ausgeübten Sport.

Antioxidantien (Oxidationshemmer)  wirken  als  Radikalenfänger. Sie kommen auf  natürliche  Weise in der  Nahrung  und im  menschlichen Organismus vor. Sie sind auch ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Muttermilch und helfen Babys bei der Infektionsabwehr.

Ein sehr wichtiger Radikalenfänger ist z. B. "Vitamin C". Dieses wird über die Blutbahnen transportiert und sorgt so im ganzen Körper für "Sauberkeit“. Es reagiert mit den freien Radikalen unter Bildung von Wasserstoffperoxid, das dann zerfällt.

Anti-Inflammatorien verhindern eine große Anzahl von durch Entzündungen im Körper hervorgerufenen Krankheiten (metabolisches Syndrom).

Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe wirken am besten, wenn sie mit anderen ähnlichen natürlichen bioaktiven Stoffen kombiniert werden. Dadurch wird eine weitaus höhere Wirkung erreicht, als nur durch einen dieser Stoffe.

Moringa enthält 24 natürliche Antioxidantien und 25 Anti-Inflamma-torien in ausgewogener Kombination, u.a. Vitamin A, C, E, K, Magnesium, Zink, Selen, Beta Carotin und andere Carotine, Magnesium, Zink, Kupfer, Tyrosin, Rutin u.a.m. und trägt so zu einer optimalen ganzheitlichen Ge-sundheitsvorsorge und zur Erhaltung eines jugendlichen Hautbildes bei.

Die Pflanzenteile und ihre Verwendung

Moringa - Blätter
Die Blätter des Moringabaumes können roh und frisch als Salat gegessen, als Gemüse gekocht oder für Soßen und Suppen verwendet werden. Auch sauer eingelegt schmecken sie sehr gut. Die Sprossen haben den Geschmack und die Schärfe von Rettich und können zum Würzen benutzt oder roh gegessen werden.
Die Blätter werden bei uns in der Regel in getrockneter, zu Pulver vermahlener Form angeboten, das jeder Art von Speisen oder Geträn ken zugefügt  werden kann. Man  kann  damit  auch  das Mehl  von Backwaren anreichern. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.
Moringapulver ist zudem sehr wichtig für Haus- und Kleintiere, die genau wie der Mensch an Vitamin- und Mineralstoffmangel leiden können.
Reibt man die Blätter an den Schläfen, so sollen sie gegen Kopfschmerzen helfen. Wickel aus frischen Blättern sollen Blutungen und Hautreizungen nach kleinen Verletzungen oder Insektenstichen stoppen. Den Blättern und Blätterextrakten wird eine antibakterielle Wirkung nachgesagt, dem Tee eine positive Wirkung bei Magen-Darm-Erkrankungen

Moringa - Blüten
Die Blüten dienen häufig Bienenzüchern, denn der Baum blüht schon ca. 8 Monate nach der Anpflanzung fast das ganze Jahr über. Die Blüten haben einen pilzartigen Geschmack und können in Salaten gegessen werden. In den Anbaugebieten werden die Blüten einfach in den Speisen mitgekocht. Ein Tee aus den Blüten soll sehr gut gegen Husten und Erkältung sowie bei Problemen mit dem Harntrakt wirken. Die Qualität und der Fluss von Muttermilch soll enorm verbessert werden.

Moringa - Früchte
Der Moringa bringt jährlich eine reiche Ernte an Früchten.  Die grünen frischen Früchte,  auch "drumsticks“  genannt, können bis zu 30 cm lang werden und sehen aus wie unsere Bohnen. Die Früchte können als frische Schoten roh gegessen oder als Gemüse gekocht werden. Sie sind sehr nahrhaft und enthalten 20 bis 30 erbsengroße Samen. Gekocht schmecken sie wie Spargel. Roh verzehrt werden sie als Entwurmungsmittel verwendet und sollen bei Leber- und Milzproblemen sowie Gelenksschmerzen helfen.
Die älteren Früchte werden, wenn sie trocken und braun geworden sind, für die Samengewinnung genutzt.

Moringa - Samen
Die  Moringa-Samen  sind etwas größer als  Erbsen  und können wie Erbsen gekocht oder wie Nüsse geröstet und dann gegessen werden. Geröstet, zermahlen und mit Kokosöl vermischt werden sie gerne bei Arthritis, Rheuma, Gicht, Geschlechtskrankheiten und Furunkeln auf die zu behandelnden Stellen aufgetragen.
Die Samen enthalten einen antibiotischen, pilztötenden Wirkstoff, was sie auch für die Behandlung entsprechender Hautkrankheiten geeignet erscheinen lässt. Zu guter Letzt wird ihnen eine harntreibende und bei Epilepsie beruhigende Wirkung zugeschrieben.
Die Samen haben einen hohen Öl-Anteil von bis zu 45% des Gewichtes. Aus ihnen wird daher auch ein qualitativ hochwertiges Öl gewonnen. Dieses Ben- oder Behenöl wird gerne mit Olivenöl verglichen, jedoch hat es einen höheren Hitzepunkt. Es ist ein wunderbares Speiseöl, ist aber auch in der Kosmetikindustrie hoch geschätzt und war bereits in der Antike, z.B. bei den Griechen sehr begehrt – wahrscheinlich durch seine Fähigkeit, störende Körpergerüche zu eliminieren. Es ist eines der vitaminreichsten Öle der Erde und wird gerne bei Hautentzündungen, Ausschlägen und Alterserschei-nungen eingesetzt.
Der bei der Ölgewinnung übrig bleibende Presskuchen ist sehr reich an  wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen, Proteinen und Spurenelementen, weshalb er als Tiernahrung, zur Bodenverbesserung oder für die Wasserreinigung Verwendung findet.
Schweizer Forscher haben entdeckt, dass Moringasamen Stoffe enthalten, die verschmutztes Wasser reinigen können. Sie verbinden sich mit den Schweb-stoffen im Wasser, wodurch diese schwerer werden und zu Boden sinken. Da Bakterien, Viren und Schimmel sich an die Schwebeteilchen binden, werden  diese dabei abgetötet. 0,2 Gramm Moringasamenpulver reichen, um 1 Liter Trinkwasser aufzubereiten - aus verschmutztem Wasser entsteht Trinkwasser, was vor allem in den sogenannten Entwicklungsländern von überragender Bedeutung ist.

Moringa – Wurzeln, Rinde und Stamm
In der  Wurzel und der  Rinde des Moringa sind die  bekannten Nährstoffe  in einer stärkeren Konzentration vorhanden, als in den anderen Teilen des Baumes, weshalb sie mit Vorsicht zu verwenden sind. Bei einigen Moringaarten kann man die Wurzeln essen. Hauptsächlich werden sie aber von den Einheimischen zu Medizin verarbeitet.
Im Senegal und in Indien werden die Wurzeln zerstampft und mit Salz vermischt. Der daraus entstehende Brei dient zur Behandlung von Rheuma und Gelenks-, Rücken- und Nierenschmerzen. Auch  die nervenlähmende Substanz in den Wurzeln wird für manche Anwendungen in der Volksmedizin geschätzt. Der aus den Wurzeln gepresste Saft soll bei  Halsentzündungen hilfreich sein.
Bei Herz- und Kreislaufproblemen werden Wurzeln und Rinde angewandt. Außerdem wirken die Wurzeln und die Rinde nervenstärkend und entzündungshemmend und regen den Appetit und die Verdauung an. Die Rinde wird weiters zur Herstellung von Seilen, Kordeln und Papier verwendet. Das Harz soll harntreibend, abtreibend und stopfend wirken.
Weil der Moringabaum so schnell wächst, ist er nicht zuletzt als Energiequelle sehr geeignet: er liefert das nötige Feuerholz für die Dörfer.

Moringa in den verschiedenen Lebensbereichen

Moringa  in Schwangerschaft, Stillzeit, für Säuglinge und Kinder
In Schwangerschaft, Stillzeit sowie bei Säuglingen und Kindern ist Moringa von außerordentlich hohem Wert. Nimmt die werdende Mutter genügend Aufbaustoffe – sowohl für sich selbst als auch für den heranwachsenden Fötus – zu sich, wird sie sich selbst wohler fühlen und das Kind wird stark und gut ernährt auf die Welt kommen.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die für Neugeborene so wichtige Muttermilch  von  Frauen, die  sich   mit  Moringa ernährten, von besserer Qualität war. Sie enthielt mehr Vitamine und andere wichtige Nährstoffe. Der Milchfluß bei diesen Frauen war ergiebiger und die Babys waren im Schnitt gesünder.
In Moringa sind neben den Vitalstoffen (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) auch die für Babys lebensnotwendigen Aminosäuren Arginin und Histidin enthalten, die in der Wachstumsphase vom Körper des Babys nicht in genügender Menge selbst hergestellt werden können.
Im Säuglingsalter kann Moringapulver der Babynahrung zugefügt werden. Später ergänzt ein regelmäßig gegebener Moringabrei den Speiseplan.
Für Schulkinder, die häufig unter den Folgen des Leistungsdrucks leiden, ist Moringa ebenfalls unentbehrlich. Auch Vitamin A, B, C und E, Mineralstoffe, Proteine, Aminosäuren, Spurenelemente und insbesondere Eisen sind für Heranwachsende wichtig.

Moringa für Frauen ab 40
Menschen ab 40 Jahren, insbesondere Frauen, haben mehr Vitamine und Mineralstoffe nötig. Der Körper einer Frau fängt in diesem Alter an, sich hormonell zu verändern. Moringa steuert diesem Prozess entgegen und hilft den Frauen, mehr im Gleichgewicht zu bleiben.
Durch die phyto-östrogene Wirkung von Moringa werden die Probeme der Wechseljahre deutlich verringert. Körper und Psyche kommen mit den stattfindenden Veränderungen besser zurecht.
In dieser Zeit, in der oft unregelmäßige Blutun-gen auftreten und Frauen sich müde und gestresst fühlen, kann Moringa von sehr großem Nutzen sein. Die enthaltenen Bio-Flavonoide wirken Hitzewallungen entgegen und der Vitamin E-Anteil sorgt dafür, dass die Schleimhaut der Scheide nicht austrocknet. In der Menopause braucht der Körper auch viel Calcium. Wird es nicht über die Nahrung zugeführt, entnimmt der Körper es den Knochen und Zähnen. Es entstehen Osteoporose und Zahnprobleme. Moringa, mit seinem hohen Calciumgehalt, ist die ideale Nahrungsbeigabe in dieser Zeit,  denn das Calcium aus  Moringa  wird, im Gegensatz zu den meisten gängigen Calciumprodukten durch den Körper gut aufgenommen.
Auch im Fall von  hormonell bedingten  Depressionen kann Moringa Hilfe leisten, denn es enthält viel Magnesium, das gerade bei Ängsten, Nervosität und Gemütsschwankungen von Bedeutung ist. Magnesium ist außerdem sehr hilfreich bei Wadenkrämpfen, die ab dem 40. Lebensjahr häufiger auftreten können.

Moringa im hohen Alter
Immer mehr ältere Menschen verstehen es, auch im hohen Alter noch fit und vital zu bleiben und sind sich dessen bewusst, dass sie für die Erhaltung ihrer Gesundheit etwas tun können. Einem Abbau der Knochendichte, einer Immunschwäche, einem Nachlassen der Sehkraft und der Konzentration kann durch eine geeignete Ernährung vorgebeugt werden. Alle Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Aminosäuren, die gerade im hohen Alter gebraucht werden, sind in Moringa enthalten. Sie tragen dazu bei, dass man sich auch in diesem Lebensabschnitt noch fit und vital fühlen kann.
Damit die Gehirnzellen auch im fortgeschrittenen Alter noch ständig aktiviert werden, ist ein guter Sauerstofftransport von großer Bedeutung und auch dieser wird durch Moringa gefördert.
Eine mit Moringa angereichte Nahrung ist ein „Muss“ für all jene, die auch im Alter noch ihr Leben genießen wollen.

Moringa im Berufsleben
Im heutigen Berufsleben werden Menschen mehr gefordert als je zuvor: hoher Leistungsdruck und der Anspruch, ständig beweisen zu müssen, dass man ihn auch aushält. Stress und Dauerspannung sind die Folge, hohe Belastbarkeit ein Muss. Früher oder später führt diese ständige Belastung zu körperlichen Problemen. Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufen sich.
Die Moringa-Pflanze liefert auch hier wertvolle Unterstützung. Als eine der wichtigsten  Quellen für  natürliche Antioxidantien hilft  sie, die  Zellen und das Zellgewebe  bei  starker  Belastung  zu  schützen und  somit  den  Körper in seiner Leistungsfähigkeit zu unterstützen. Seine Aminosäuren, das reichlich enthaltene Vitamin E und der hohe Eisenanteil fördern die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport und damit die Konzentration, die men-tale Leistung und andere Gehirnfunktionen. Zusätzlich wird der Stoffwechsel im Körper aktiviert.
Das in Moringa in großen Mengen enthaltene Vitamin A wirkt den Folgen der häufig langen Arbeit vor dem Bildschirm entgegen, die die Augen schwächt und zu einem allmählichen Nachlassen des Sehvermögens beiträgt.
Auch Überstunden schwächen den Körper und Moringa, die mit Abstand nährstoffreichste Pflanze unseres Planeten, kann in diesem Fall fehlende Vitamine, Mineralstoffe und Proteine auf natürliche Weise ersetzen.

Moringa für Sportler
Athleten und Sportler müssen täglich viel Leistung erbringen, um ihre Kondition und Position im Wettbewerb zu erhalten. Nicht nur tägliches Training, sondern  auch eine ausgewogene Ernährung sind Grundvoraussetzungen für einen Sieg.
Moringa sorgt mit seinen zahlreichen, leicht verwertbaren Nährstoffen für eine größere Leistungsfähigkeit und mehr Ausdauer.
Durch den hohen Anteil an Vitamin A und C, zusammen mit dem extrem hohen Anteil an Eisen, unter-stützt es die Hämoglobinbildung im Blut. Dies gibt dem Blut die Möglichkeit, mehr Sauerstoff durch die roten Blutkörperchen zu den Muskeln  zu transportie-ren. Es sorgt außerdem für einen gesunden und stabilen Kreislauf.
Die  enthaltenen Aminosäuren  unterstützen den  Muskelaufbau, die  Entsäuerung und die geistigen, sowie körperlichen Konzentrationsleistungen. Der Körper eines Sportlers ist überdies mehr den freien Radikalen ausgesetzt als der Körper eines Menschen, der keinen Sport betreibt. Die in Moringa enthaltenen Antioxidantien tragen auch hier zur Gesundheit bei, indem sie die Zellen und das Zellgewebe bei körperlicher Anstrengung schützen und somit die Leistungsfähigkeit unterstützen. Die Aminosäuren und die hohe Menge an Calcium helfen überdies beim Aufbau und der Kräftigung des Muskelgewebes.
Es  enthält neben einer Reihe anderer ungesättigter Fettsäuren auch hoch konzentrierte Ölsäure, die Feuchtigkeit speichert und die Haut vor dem Austrocknen schützt. Sein Vitamin A-Gehalt unterstützt die Bildung von Kollagenfasern in der Haut und das natürliche Peeling, das reichlich enthaltene Vitamin C unterstützt die Wundheilung (besonders auch bei Hautkrankheiten) und die Regeneration und Gesunderhaltung des Hautgewebes.  

Moringa in der  Kosmetik
Das Öl wird leicht von der Haut aufgenommen und macht sie weich und leuchtend. Es ist das Anti-Aging-Öl par excellence und hilft, Umweltschadstoffe aus dem Haar und dem Körper zu entfernen.
Das aus den Samenkernen des Moringa-Baums gewonnene Ben-Öl hatte bereits in den alten Kulturen einen hohen Stellenwert. Schon bei Römern, Griechen und Ägyptern wurde es zur Hautpflege und zur Parfumherstellung verwendet. Die wunderbaren Eigenschaften dieses Öls verhalfen ihm auch in den Tropen, zu einem hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad. In der traditionellen Ayurveda-Medizin nahm es ebenfalls einen hohen Stellenwert ein. Überlieferungen zufolge wurde es dabei insbesondere bei Hautentzündungen und Ausschlägen, aber auch bei Alterserscheinungen der Haut eingesetzt.
Darüber hinaus hat es starke antibakterielle, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen, die man sich auch bei der Schönheitspflege zunutze macht. Moringaöl nimmt störende Hautgerüche ebenso auf, wie die feinen Gerüche aus Blütenextrakten, weshalb es auch heute wieder gern zur Parfümherstellung und für Deodorants verwendet wird.
Als das allerstabilste natürliche Öl, das niemals ranzig wird, garantiert es zudem eine lange Haltbarkeit der Produkte.

Moringa in der Tierhaltung
Moringa eignet sich durch seinen hohen Eiweißgehalt hervorragend als Zusatz zum Futter von Nutz- und Haustieren. Nutztiere sind hauptsächlich „Vegetarier“, benötigen aber durch die harte Arbeit, die sie häufig für den Menschen leisten, sehr viel Eiweiß. Um zu diesem Eiweiß zu gelangen, verzehren sie große Mengen an Gras, Blättern, Getreide und anderem Grünzeug. Da Fleisch mehr Eiweiß enthält als pflanzliche Nahrung, mischen viele Tierhalter Tiermehl (Fischmehl) ins Futter ihrer Pflanzenfresser. Für Tiere, deren Verdauung nicht auf tierisches Eiweiß eingestellt ist, ist dies jedoch nicht gesund. Daher die hohen Mengen an Antibiotika, die jährlich weltweit benötigt werden, um die Tiere am Leben zu erhalten.
Durch den kontinuierlichen weltweiten Anstieg der Nutztierhaltung (jährlich um 10%), werden immer größere Mengen Fischmehl benötigt. Das hat zur Folge, dass die Preise der Fischprodukte ansteigen und Fisch für die Menschen, für die er zu den Grundnahrungsmitteln zählt, unerschwinglich wird.
Durch seinen hohen Proteingehalt ist Moringapulver eine gute Alternative zur Eiweißergänzung im Tierfutter und überdies für Pflanzenfresser viel natürlicher. Auch der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung.
Trächtige Kühe, deren Futter mit Moringazusatz angereichert wurde, bekamen Untersuchungen zufolge Kälber, die bei der Geburt im Durchschnitt 3 bis 5 kg schwerer waren, als die Kälber der Mutterkühe, die während ihrer Trächtigkeit mit herkömmlichem Futter gefüttert wurden.
Außerdem lieferten die Kühe nachweislich im Durchschitt bis zu 3 Liter mehr Milch. Nutztiere, die Moringa als Zusatzfutter (2 kg täglich) bekamen, nahmen deutlich an Gewicht zu (bis zu 32%) und Kühe gaben bis zu 43 % mehr Milch.
Auch Hund, Katze und sonstige Kleintiere brauchen, um gesund zu bleiben, eine gute, ausgewogene Ernährung. Hierbei kann Moringa wie kein anderer Futterzusatz, seine positiven Eigenschaften als “Vitamin- und Mineralstoff-Apotheke” und Eiweißlieferant entfalten.
In der Bienenzucht erweist sich der bis zu 8 Monate im Jahr blühende  Moringabaum ebenfalls als sehr wertvoll. Die Blüten ergeben einen herrlichen Honig.

Moringa als alternative Energiequelle und Pflanzendünger
Moringa wächst im tropischen Klima bis zu 30 cm im Monat. Ein Hektar Moringa liefert bis zu 700 Tonnen Biomasse pro Jahr. Das Moringaöl, das aus den Samen gewonnen wird, ist eins der besten Öle zur Verwendung als Biodiesel.
Pflanzen, die mit Moringalösung bespritzt werden (25ml pro Pflanze), steigern ihren Ertrag um 20 bis 35 %. Die Pflanzen und Früchte sind stärker und resi- stenter  gegen  viele  Krankheiten  und Mikroorganismen. Auch Garten- und Zimmerpflanzen profitieren von einer solchen Düngung. Dafür nimmt man 10 Kilogramm Moringa-Schösslinge, presst den Saft aus, verdünnt den Extrakt im Verhältnis 1 zu 32 mit Wasser und sprüht diesen auf diverse Nutz- und Gartenpflanzen.

Moringa zur Wasserreinigung
2 gemahlene Moringasamen in eine Flasche mit verunreinigtem Wasser gefüllt machen dieses im Handumdrehen zu Trinkwasser, das aber vorsichtshalber auch abgekocht werden sollte. Diese Technik wird in vielen Dörfern Afrikas durch die Frauen angewandt.
Sie kann auch in Wasserreinigungsanlagen und in der Nahrungsindustrie genutzt werden, um Getränke frei von Schwebeteilchen zu machen, so dass ihnen die Trübung genommen wird. Bislang  werden diese Verfahren in der Nahrungsmittelindustrie noch mit Chemikalien durchgeführt. Mit Moringa könnte man sich diese ersparen.

Sie sehen schon, Moringa ist im wahrsten Sinne des Wortes ein „Wunderbaum“, über den wir in Zukunft noch viel hören werden.

Moringa selbst anpflanzen
Nehmen Sie einen Topf von mittlerer Größe (15 cm Durchmesser) und füllen Sie diesen mit einer Erde/ Sand-Mischung im Verhältnis 50:50. Legen Sie den über Nacht vorgequollenen Samen 1,5 cm in die Erde und geben Sie den Topf an einen warmen und sonnigen Platz in Ihrer Wohnung bzw. im Sommer auch in den Garten (vor starkem Wind und im Winter vor Frost schützen). Gießen Sie die Erde nur mäßig, da die Samen sonst zu  faulen  beginnen.  Nach 2 Wochen sehen Sie den ersten Sproß aus der Erde ragen. Moringa kann auch als Bonsai kultiviert werden. Nach einiger Zeit haben Sie so Ihr „Super-Food“ jederzeit zur Verfügung.





Noch mehr Interessantes über Moringa erfahren Sie in folgendem Buch:
Erwin G.Bruhns & Hans-Peter Zgraggen:
„Der Wunderbaum Moringa“
ISBN 978-3-9812259-1-4
 

Infos zum Bezug: office@amyris.at



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